Entweder man veredelt den Saft, in dem man schmort, oder man geht in ihm unter.

Wie man durch überzogenes Streben nach dem Optimum in Unruhe verfallen kann (manchmal bis zur Besinnungslosigkeit), ohne jemals das erhoffte Optimum zu erreichen, da es (absurderweise) immer noch etwas Optimaleres gibt.

Was um seiner selbst willen getan ist, lässt frei und öffnet den Blick für scheinbar Unmögliches.

Auch sich selbst gegenüber - und vor allem sich selbst gegenüber - obliegt man der Verantwortung, Nähe und Distanz ins je stimmige Verhältnis zu setzen.

Die große Kiefer vor meinem Fenster leuchtet im morgendlichen Sonnenlicht. Ich denke unwillkürlich an Baumdarstellungen von Paul Cezanne. Nichts Abstraktes, nur (dies Wörtchen wertschätzend gemeint) Resultat eines anderen Blicks.

Mir fällt es schwer zu verstehen, wie anspruchslos bzw. wie übertrieben anspruchsvoll Menschen sein können. Ich selbst habe Schwierigkeiten, das rechte Verhältnis zwischen Anspruch und Anspruchslosigkeit auszubalancieren?

Beharre nicht auf etwas, das dir zu verstehen gibt, dass Beharrung ihren Sinn verliert.

Der Gemeinplatz ist eine häufig und gern aufgesuchte Örtlichkeit.

Leidenschaft kann auf vieles gerichtet sein, und vermutlich beschert sie auch Leid. Aber sie ist Würze des Lebens, ohne die Leben eine schale Angelegenheit wäre.