Was notwendig ist im Leben, bestimmt man selbst, eingedenk des vielen im Leben, das keine derart große Not darstellt, dass sie notwendigerweise zu wenden wäre.

Selbstverantwortung ist eine Gabe, die man selbst und nicht nur zum eigenen Vorteil ausbildet, keinesfalls ohne Mühe und ohne persönlichen Aufwand.

Drei Arten von Willen. Was man nicht will. Was andere wollen, das man selbst wollen soll. Nichts zu wollen (was nicht heißt, nichts zu tun). Ich bevorzuge Letzteres.

Ab sofort beschlossene Sache. Ich erinnere mich nur noch an Erfreuliches. Alles Unerfreuliche tilge ich aus meinem Erinnerungsschatz (wobei ich nicht weiß, wie man das macht). Ich stelle mir das so vor, wie einen Haushalt von Überflüssigem zu befreien. Müllentsorgung. Auch meinen Vorfahren, soweit sie mir bekannt sind, bringe ich nur noch das entgegen, das ihnen vermutlich uneingeschränkte Freude bereitet. Dankbarkeit.

Freundschaft sollte keine Nutzanwendung sein, nützlich nur im übertragenen Sinn. Das ist zugegebenermaßen von angewandtem Nutzen nicht immer leicht zu unterscheiden.

Gebe ich der potenziellen Neigung nichts zu tun nach, sterbe ich zu Lebzeiten. Gebe ich der potenziellen Neigung alles zu tun nach, sterbe ich auch zu Lebzeiten, vielleicht sogar früher als nötig. Da ich demnach in beiden Fällen sterbe, erscheint es mir sinnvoll, mir vor meinem Ableben nicht über Gebühr Ungemach zu bereiten. Das bedeutet, mal so, mal so, und im richtigen Moment das Richtige zu tun.