Alles ist Erinnerung. Augenblicklich spielt sie keine Rolle.

Leben eignet sich nicht dazu, Leben hat überhaupt kein Interesse daran, geschweige denn dass Leben Wert darauf legt, und wenn es hart auf hart kommt erst recht nicht ...

Ich fühle mich (je älter ich werde, desto mehr) den kulturellen Errungenschaften oriental-okzidentaler Weltaneignung verbunden. Obwohl ich nördlich der Alpen (aber südlich des Limes) lebe, ist mir der mittelmeerische Lebensraum nah.

Selbst gesunder Menschenverstand knickt zuweilen ein, vor allem wenn er von Menschen praktiziert wird.

Zeitlebens liebte er Geschichte und Geschichten. Ob darin Vergangenes richtig, das heißt ereignistreu, zum Ausdruck kam, war ihm egal. Hauptsache Geschichte(n). Sein geflügeltes Wort: Erzählstoff ist Lebensstoff.

Schreiben heißt Erfinden.

Jeder Mensch lebt seine Geschichte (ob er sie liebt ist eine andere Frage). Sie besteht aus Fakten, die einmal Fakten waren, aber keine mehr sind, aber so tun als ob. Wie wäre es, eine Geschichte zu leben, die ohne Fakten auskommt (vielleicht sogar eine liebenswerte), und handelte es sich dann noch um Geschichte?

Erst akausales, dann atemporäres Menschsein. Oder umgekehrt?

Erzählen will ich nichts, aber mitteilen schon.