16/07/26 20:03
Der durchaus weise Ratschlag (meines Wissens von Epikur) für ein glückliches Leben lautet in etwa so: Beruhige dein Leben, bzw. vermeide alles, was dein Leben in Unruhe versetzt. Klingt einfach, verursacht allerdings Unruhe, vor allem im Zusammenhang mit der Beruhigung eigener Verhältnisse. Deshalb lasse ich der Ruhe jetzt freien Lauf. Sie darf kommen und gehen, wie und wann sie will. Ich tue nichts für sie, aber auch nichts gegen sie. Im Grunde genommen ist sie mir egal. Vieles, das einen umgibt, kann einem ja egal sein (muss es vielleicht sogar).
Gott ist nichts (folge ich seiner Unbestimmbarkeit), insofern auch alles (folge ich seinem nichtigen Potenzial). Und was habe ich nun mit diesem zweifellos interessanten Gedanken erreicht? So gut wie nichts.
Die primäre Frage (heute) ist nicht, dass es (genügend) lesbare Inhalte gibt, sondern wie mit diesen (übergenügend) lesbaren Inhalten umzugehen ist und ob überhaupt.
Die Werbung für Produkte kultureller Prägung präsentiert sich durchschnittlich überdurchschnittlich verführerisch. Es hat den Anschein, als ob mit zunehmender Schlichtheit, ja Abgeschmacktheit, kultureller Produkte der Verführungsdrang sich überverhältnismäßig aufbläht. Mit anderen Worten: je minderwertiger gestrickt ein Kunstprodukt, desto zwingender das werbende Muss seines Konsums.
Gott ist nichts (folge ich seiner Unbestimmbarkeit), insofern auch alles (folge ich seinem nichtigen Potenzial). Und was habe ich nun mit diesem zweifellos interessanten Gedanken erreicht? So gut wie nichts.
Die primäre Frage (heute) ist nicht, dass es (genügend) lesbare Inhalte gibt, sondern wie mit diesen (übergenügend) lesbaren Inhalten umzugehen ist und ob überhaupt.
Die Werbung für Produkte kultureller Prägung präsentiert sich durchschnittlich überdurchschnittlich verführerisch. Es hat den Anschein, als ob mit zunehmender Schlichtheit, ja Abgeschmacktheit, kultureller Produkte der Verführungsdrang sich überverhältnismäßig aufbläht. Mit anderen Worten: je minderwertiger gestrickt ein Kunstprodukt, desto zwingender das werbende Muss seines Konsums.