Vor einiger Zeit hatte ich großes Glück. Das, was ich war, beziehungsweise nicht war, spielte keine Rolle (mehr) für mich. Doch hielt dieser glückliche Zustand nicht lang an. Etwas zu sein, bekam wieder die Oberhand und mit dem Glück war's vorbei. Augenblicklich bewege ich mich entlang einer neuen Glücksspur. Ich tue, als ob es nicht wichtig (von Bedeutung) wäre, dass ich das tue, was ich tue. Das merkt kaum jemand und die Dinge nehmen trotzdem ihren Lauf wie gewohnt.

In der Regel treffen Aussagen, die jemand (zum Beispiel in einem literarischen Beitrag welcher Art auch immer) zu einem Buch trifft, zu. Manchmal aber entsprechen Rezensionen nicht unbedingt (oder nicht zur Gänze) dem, was ich selbst mit einem Buch erlebe. Das kann so weit gehen, dass ich mich frage, ob der- oder diejenige das gleiche Buch gelesen haben wie ich (oder ich das Gleiche wie er oder sie). Erkenntnis: Wahrnehmungen können sehr unterschiedlich sein, mindestens so unterschiedlich wie die Wahrnehmenden unterschiedlich sind. In ästhetischer Hinsicht ein Dilemma.

Gerade jetzt sollten nüchternes Abwägen und klares Handeln die (Welt)Politik bestimmen. Alles andere führt nur zu Verwirrung, gar Leid. Anders gesagt und eben nüchtern betrachtet: Mit Nationen, die es - je nach eigenem Verhalten - in Zukunft nicht mehr geben wird, kann man keine Geschäfte (mehr) machen, ob man ihnen Öl und Gas verkaufen will oder andere Güter für ein vermeintlich besseres Leben.

Mich interessiert der Mensch (sofern mich überhaupt etwas interessiert), weniger seine Herkunft. Leicht zu trennen ist das nicht. Auch ich habe mit meiner Abstammung (so unspektakulär sie ist) mehr zu schaffen, als mir lieb ist. Man kommt als Kind von Eltern zur Welt und man verlässt diese wieder als Kind von Eltern. Dass man (als Kind von Eltern) selbst Elternteil werden kann, setzt dem Thema Herkunft die Krone auf.