Stelle einmal mehr in Frage, wie gelassen ich bin und ob meine Gelassenheit fallweise zu rechtfertigen ist.

Liberalität findet ihre Grenze im Mitmenschen. Das spricht nicht grundsätzlich gegen eine freie Auslegung von Daseinsverantwortung, koppelt sie aber an mitmenschliches Anschauen und Handeln, etwas, das so einfach ist wie komplex.

Irgendwo und irgendwie ist man verwurzelt, immer. Es steht ein ganzes Leben zur Verfügung, herauszufinden wo. Weder Familie noch Ort (der Geburt) müssen hinreichende Gründe sein.

Die Kontinuität und Unversehrtheit eigenen Lebens ist zufallsbedingt, also eine unberechenbare.

Kunst vermag den Schein des Lebens zu vermitteln, sie kann aber auch das Leben scheinen lassen. Ich bevorzuge letzteres.