Die Dezentralisation der Lebensverhältnisse und die Dezentralisation des Menschen bedingen sich gegenseitig. Beides markiert den Verlust einer allgemein verbindlichen, zentralen Instanz. Auf Grund dieses Verlusts sieht sich der Mensch dazu gezwungen, die Welt nach eigenem Gutdünken, im Rahmen seiner begrenzten, subjektiven Fähigkeiten zu ordnen. Das hat Folgen im Guten wie im Schlechten.

Unsterbliche Liebe ist eine göttliche Fiktion, den Göttern vom Mensch ins Herz gelegt und ihnen abgeschaut.

Mein Luxus ist, dass ich ihn mir nicht leisten muss, selbst wenn sich mir die Gelegenheit dazu bietet.

Von Läuterung nicht zu reden. Eher von vorantreibendem Geläut im Geschiebe der Tage.

Der Gesellschaftsfähige beherrscht die Art und Weise, sich vielfältig in Kontakt mit Menschen zu bringen und zu bewegen. Das heißt aber nicht, dass er auch gesellschaftswürdig ist.

Religion (im Sinne von Konfession) ist eine sehr erfindungsreiche, fast poetische Fiktion, religiöses Bedürfnis demgegenüber eine Realität.

Die Verfassung des Staates, in dem ich lebe, kann sich sehen lassen. Seine (momentane) Verfassung allerdings lässt zu wünschen übrig.

Sich mit rechts- wie linksextremen Positionen auseinanderzusetzen, ist unergiebig. Man sieht sich permanent gezwungen, Verdrehtes und Unwahres zu korrigieren (und muss sich auch noch vorhalten lassen, man lasse andere Ansichten nicht gelten).

Gleichheit der Gattung, nicht dem Individuum nach. Wir sind alle Menschen und als einzelnes Wesen je besonders.

Nichts ist von Bestand. Eine natürliche Gegebenheit, fernab menschlicher Bestandsaufnahme und -zerstörung.