Auch wenn mir das nicht bewusst ist, ich bemesse das Vergehen der Zeit an Sonne, Mond und Sternen. Dabei schaue ich nur selten zum Himmel. Näher steht mir die Uhr. Ein Abstraktum, ob analog oder digital. Nichts als rund laufende Zeiger an einer kreisförmig angeordneten Skala mit Zahlen (Ziffern, Zeichen). Ablesbare Realität einer Fiktion, die im Wesentlichen aus nichts besteht.

Ich habe bislang mehr gesehen als ich eigentlich zu sehen vermag, stand auf dem Zettel, den ich beim Verlassen des Shopping-Centers auf dem Boden liegen sah und - vermutlich aus Ordnungsliebe - aufhob, um ihn in den Papierkorb zu werfen. Meine Einsicht ist nicht größer geworden, im Gegenteil, sie tendiert gegen Null, stand auch noch darauf. Ein merkwürdiger Einkaufszettel, dachte ich mir, und dass er eher einem verloren gegangenen Tagebuch-Schnipsel gleicht. Etwa eine neue Mode, eine Art literarischer Subversion? Oder doch nur ein Versehen? Ich erinnerte mich sofort an den Fetzen, den ich neulich im Bahnhof in Händen hielt. Hier endet meine Fahrt, stand auf ihm.

Ich halte es für bedenklich, so nicht für einen Fehler, Personen, die sich in der Ausübung eines Regierungsamtes als wenig fähig, gar als unfähig, erwiesen haben, erneut in Regierungsverantwortung zu berufen. Das schadet dem Amt und der Person.

Am Horizont ein schmaler Streifen Morgenrot, eher ein immer mehr sich vertiefendes Orange, durchzogen von rötlichen Streifen, die sich ihrerseits zusehends in leuchtendes Orange verwandeln. Intensität des Morgens am zweiten Tag des Jahres.