RS. Morgens kommt eine Schwester. Sie betritt leise das Zimmer und stellt das Frühstückstablett auf den Tisch. Zwei Semmeln, Butter, Marmelade, Kaffee; sonntags zusätzlich Schinken und Käse (er fasst diese Zusätzlichkeit fast als Belohnung auf, wobei er nicht weiß, wofür; therapeutischer Fortschritt?). Die Schwester hat es eilig. Sie hat viel zu tun. Das merkt man ihren raschen, routinierten Bewegungen an, die trotzdem nicht übereilt wirken. Er ist nicht der einzige in dieser Anstalt. Außer Kaffee nimmt er wenig zu sich. Er bringt meist erst mittags etwas runter. Dass er ein großer Esser wäre, kann man nicht behaupten. Die täglich anfallenden Semmeln lässt er dem Gärtner zukommen, dem er zur Anstaltsarbeit zugewiesen ist. Der hat einen guten Appetit.

Meinungsvielfalt ist ein demokratisches Gebot, dass jeder frei seine Meinung kund tun
kann, ohne Sorge für Leib und Leben, eine demokratische Errungenschaft. Dem alltäglichen Meinungsgeblubber setze ich mich ungern aus. Es führt selten zu mehr als nichts.

Wahrheit hat viele Gesichter. Ein gutes Gespräch bringt sie zum Vorschein.

Wer radikale Parteien (welcher politischen Richtung auch immer) ablehnt, macht sich automatisch zum Gegner dieser Parteien. Das liegt an ihrer Radikalität (anderes Denken nicht zu dulden).

Man kann unter vielem leiden, auch unter der Tristesse einer grauen Hochnebel-Decke, die das Gemüt zermürbt und die winterliche Kälte kälter werden lässt als sie ist. Zusätzlich das leichte Frösteln von innen heraus und der Ärger über die auf dem Smartphone installierte Wetter-App, die Sonnenschein über den ganzen Tag hinweg prognostiziert.

Krieg als Geschäft, auch das. Gewinnaussichten, für wen auch immer. Sicher nicht für die Seite, die verliert. Gewinn macht sie keinen, häuft allenfalls Schulden an, die sie auf lange Zeit hin ohne Hilfe von außen nicht wird begleichen können.

Allgemein verständlich zu reden, mag der Verständlichkeit dienen, ob es dem Verstand dienlich ist, sei dahingestellt.

Unsauberes Denken schweift hin und her, dreht sich (mindestens) einmal um sich selbst und weiß am Ende nichts mehr von seinem Ausgangspunkt.