Wer träumte nicht von einem natürlichen Leben? Allein, es ist ein Traum. Nicht umsonst hat sich der Mensch von Anbeginn der Übermacht natürlicher Verhältnisse gegenüber behaupten müssen. Seine Geschichte, ein anhaltender Emanzipationsprozess, der auch heute noch nicht zum Ende gekommen ist. Die Natur hat dabei gelitten, auch der Mensch. Von einem natürlichen Leben keine Spur. Wie auch, wenn alles Streben dahingeht, Natur, selbst die eigene, zu beherrschen. Eine nicht neue und vermutlich nie schlüssig zu beantwortende Frage: wie nach der eigenen Natur leben, nicht im Einklang mit (das wäre paradiesische Illusion), sondern einvernehmlich mit der Natur?

Die Art wie ich lebe erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Übermenschliche Motive für mein Tun und Lassen habe ich nicht. Was ich mir wünsche, ist Freiheit, Freiheit, meiner Lebensart zu entsprechen. Ich glaube, dies auch anderen zugestehen zu können, zumindest so lang ihre Art zu leben ohne Repression und Gewalt einhergeht. Ein/e jede/r nach seinem/ihrem Belieben. Was mir nicht zusagt, damit muss ich mich nicht befassen.

Strategien der Geldvermehrung haben auch (und vermutlich mehr als auch) mit Immobilien zu tun, das heißt, mit Grund und Boden. Wer ihn sein eigen nennen kann, ist wohlhabend oder zumindest auf dem Weg dorthin. Aber, wem kann die Erde gehören? Sie ist nur geliehen, universell und auf Zeit.

Wohnen ist wie Leben. Man besitzt etwas, ohne es zu besitzen (besitzen zu können).

Bald wird die Anzahl derjenigen, die schreiben, größer sein als die Zahl derer, die das Geschriebene lesen (lesen können).