31/07/25 15:30
Das Paradies ist eine Fiktion, die nur in der Gegenwart Realität werden kann. Da es Gegenwart aber so gut wie nicht gibt, tendiert die Aussicht auf das Paradies gegen Null.
Schräg vor mir saß ein Mann auf einer benachbarten Bank. Sein Alter war auf Grund einer gewissen Vernachlässigung, die aber nicht unbedingt auf Obdachlosigkeit schließen ließ, schwer zu schätzen. Ein älterer Mann, das auf jeden Fall. Ich saß mit etwa fünf Meter Abstand hinter ihm in der Bahnhofshalle eines Großstadtbahnhofs, wartete auf meinen Zug und trank währenddessen Kaffee aus einem handelsüblichen Pappgefäß der Coffee-tu-Go-Industrie. Der Mann schaute immer wieder verstohlen um sich, als ob er etwas Verbotenes im Schilde führte. Dann blies er einen Luftballon auf. Auch diese Verrichtung vollzog sich unter dem Siegel betonter Heimlichkeit. Augenscheinlich sollte niemand (der mit unterschiedlichen Gepäckstücken hin und her eilenden Reisenden) mitbekommen, dass er den Luftballon gleich würde platzen lassen. Ein unüberhörbarer Schuss in der Bahnhofshalle, durchaus erschreckend. Der Mann, vornübergebeugt, lächelte verstohlen, fast wie ein Kind über einen gelungenen Schabernack. Dann griff er erneut in die Jackentasche. An Luftballons schien es ihm nicht zu mangeln.
Lieber keine Musik als schlechte Musik. Auf die Gastronomie bezogen heißt das (bis auf wenige Ausnahmen), lieber verzichten und selbst kochen.
Was wir unter Gegenwart verstehen, ist nichts anderes als mehr oder weniger ausgeprägte Zeitferne, ein (wenn auch vielversprechender) Hauch von Zeitlosigkeit.
Schräg vor mir saß ein Mann auf einer benachbarten Bank. Sein Alter war auf Grund einer gewissen Vernachlässigung, die aber nicht unbedingt auf Obdachlosigkeit schließen ließ, schwer zu schätzen. Ein älterer Mann, das auf jeden Fall. Ich saß mit etwa fünf Meter Abstand hinter ihm in der Bahnhofshalle eines Großstadtbahnhofs, wartete auf meinen Zug und trank währenddessen Kaffee aus einem handelsüblichen Pappgefäß der Coffee-tu-Go-Industrie. Der Mann schaute immer wieder verstohlen um sich, als ob er etwas Verbotenes im Schilde führte. Dann blies er einen Luftballon auf. Auch diese Verrichtung vollzog sich unter dem Siegel betonter Heimlichkeit. Augenscheinlich sollte niemand (der mit unterschiedlichen Gepäckstücken hin und her eilenden Reisenden) mitbekommen, dass er den Luftballon gleich würde platzen lassen. Ein unüberhörbarer Schuss in der Bahnhofshalle, durchaus erschreckend. Der Mann, vornübergebeugt, lächelte verstohlen, fast wie ein Kind über einen gelungenen Schabernack. Dann griff er erneut in die Jackentasche. An Luftballons schien es ihm nicht zu mangeln.
Lieber keine Musik als schlechte Musik. Auf die Gastronomie bezogen heißt das (bis auf wenige Ausnahmen), lieber verzichten und selbst kochen.
Was wir unter Gegenwart verstehen, ist nichts anderes als mehr oder weniger ausgeprägte Zeitferne, ein (wenn auch vielversprechender) Hauch von Zeitlosigkeit.